| Friedhofskult |
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New Orleans liebt seine Friedhöfe. Möglicherweise hat das damit zu tun, dass man hier am Mississippi eine etwas andere Einstellung zum Tod hat. Vielleicht aber auch damit, dass man auf den Friedhöfen herum wandern kann wie in kleinen Städten. Im sumpfigen New Orleans mussten die Toten früher nämlich über der Erde bestattet werden. Und weil die reichen Einwohner der Stadt Wert auf posthumen Stil legten, stehen auf den Friedhöfen heute Grabmale, die wie Grab-villen aussehen. In den unterschiedlichsten Baustilen. Es gibt gotisch inspirierte Gräber und neo-klassizistische. Einige sehen aus, als gehörten sie eigentlich nach Ägypten. Eines der meist besuchten Gräber in den kompletten Südstaaten aber ist ein ganz schlichtes. Es steht auf dem St.Louis Cementery #1 und soll die sterblichen Überreste von Madame Laveau enthalten, der berühmten Voodoo-Queen. Nur zur letzten Ruhestätte von Elvis in Memphis pilgern noch mehr Menschen. Aber der war ja auch ein King. |
