Freitag, 03. September 2010
Kulinarisches

Vergessen Sie alle Diät-Pläne! Ehrlich. Wirklich. Sie werden es nicht bereuen. Wer während einer USA-Rundreise nach New Orleans kommt, ist gerettet, zumindest kulinarisch. Nirgendwo sonst in den Vereinigten Staaten hat sich auf so kleiner Fläche so große Küchenkunst entwickelt wie in New Orleans. Die einzige Filiale einer bekannten Fastfood-Kette, die sich je ins French Quarter gewagt hat, wurde so lange boykottiert, bis sie wieder schloss.

Es gibt hunderte Restaurants in New Orleans, und viele sind einzigartig. In manchen hat sich die Speisekarte seit dem Eröffnungsdinner 1840 nur subtil verändert, in anderen wird ihnen der Besitzer erklären, dass er das Gericht von seiner Ur-Ur-Großmutter geerbt habe. Natürlich hat die Stadt Herd-Heroen wie Paul Prudhomme und Emeril Lagasse. Aber wenn deren Restaurants mal wieder ausgebucht sind, muss man bloß seiner Nase folgen. Und wird überall im French Quarter kleine Restaurants mit guter Küche finden.

Ach so: Eine typische Küche – die gibt es eigentlich nicht. New Orleans ist ein Melting Pot auf heißer Flamme, in dem spanische Rezepte, französische Raffinesse, Cajun-Schärfe und frische Zutaten aus Fluss und Meer zu Erlebnissen verarbeitet werden, die dann Jambalaya oder Gumbo heißen. Fixe Zeiten zum Essen kennt man übrigens auch nicht. Dafür ist im Big Easy immer Zeit. Zum Glück.

New Orleans hat viel mehr zu bieten als Jazz und Mardi Gras. Starkoch Mirko Reeh entdeckte mit Gourmetreise die Geheimnisse der hiesigen Küche. Lesen Sie hier den Artikel des Genießermagazins!